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Hebammenberatung

Babysprache


Die frischgebackenen Eltern fragen sich meist: "Wie verstehe ich mein Baby richtig?"
Zum Glück werden alle Babys mit der Fähigkeit geboren, uns ihre Bedürfnisse, Gefühle und auch Launen mitzuteilen - es liegt jetzt "nur" noch an uns, diese Sprache auch zu verstehen...

Schon mit dem ersten Blickkontakt nach der Geburt beginnt diese nonverbale (= ohne Worte) Kommunikation und wird von beiden Seiten von Woche zu Woche perfektioniert - meist ohne, dass dies wirklich erlernt werden muss. Hier jedoch einfach einmal ein paar Anhaltspunkte:

Die Bewusstseinszustände des Babys

  • der Tiefschlaf - die Augen sind fest geschlossen und bewegen sich nicht, auch Ärmchen und Beinchen sind ganz entspannt, der Atem geht ruhig und regelmäßig

  • die Traumphase (REM-Phase) - der Zwerg ist aktiv, bewegt sich in seinem Bettchen, manchesmal gibt er auch Laute von sich, die Augen sind zwar geschlossen, bewegen sich aber hin und wieder; das Gesicht spricht häufig Bände... Lachen, Weinen, Schüppchen ziehen.

  • die Aufwach- bzw. Einschlafphase - der Übergang vom und zum Schlaf kann sehr unterschiedlich verlaufen. Beim Aufwachen werden die Augen leicht geöffnet und wieder geschlossen, das Baby ist noch völlig abwesend - man hat den Eindruck, es träumt erst noch zu Ende, bevor es das, was es durch die leicht geöffneten Augen sehen kann auch realisiert. Insgesamt ist der Zwerg völlig ruhig und gleitet langsam und behutsam zurück in die Realität. Häufig verläuft das Einschlafen jedoch völlig anders: die Babys sind unruhig, weinen, wirken verängstigt und es scheint manches mal, als würden sie sich vor dem "Schwinden der Sinne" fürchten. In wenigen Fällen kann jedoch auch das Einschlafen ruhig und entspannt verlaufen - "das Baby sinkt in den Schlaf". Meist sind die Kinder dann schon etwas älter...

  • ruhig und aufmerksam - Das Baby ist motorisch eher gelassen, bewegt sich wenig, das Gesicht ist entspannt ohne viel Mimik, die Augen sind geöffnet, der Blick ist klar und zielgerichtet. Der Zwerg wirkt interessiert an seiner Umwelt, beobachtet sein nächstes Umfeld und ist aufnahmebereit für neue Eindrücke.

  • wach und erzählend - Je nach Alter ist das Baby motorisch (sehr) aktiv, bewegt seine Arme und/oder Beine mit ersichtlich viel Freude, "erzählt" vielleicht und erfreut sich an seiner eigenen Bewegung. Diese Phase kann sowohl auf sich selber bezogen sein, wie auch durch entsprechende Resonanz nach außen (Umwelt) gerichtet werden.

  • unruhig und eher unzufrieden - Das Baby quengelt, wirkt oft ungeduldig, zappelt unwillig und zeigt seiner Umwelt offensichtlich, dass etwas im Argen liegt. Wenn die Ursache für seine Unzufriedenheit erkannt und behoben ist, wechselt der kleine Tyrann sofort in einen zufriedenen und glücklichen Stimmungszustand...

  • weinend - Der Zwerg zappelt, bewegt sich meist übermäßig viel und weint anhaltend. Irgendetwas stimmt ganz offensichtlich nicht. Nicht nur Hunger, Schmerzen oder eine volle Windel sind unbedingt die Ursache für diese Stimmungslage - oft ist es auch eine Überstimulation (durch zu viel Besuch, einem ausgedehnten Einkaufsbummel oder einem Arztbesuch). Da hilft nur eine konsequente Auszeit!

Versuchen Sie jetzt erst einmal, die obigen Stimmungslagen bei Ihrem Baby zu erkennen.
 

Nachdem ich nun die unterschiedlichen Bewusstseinszustände des Babys einmal näher erläutert haben, werde ich jetzt einmal versuchen, näheres über die

Möglichkeiten der Kontaktaufnahme
niederzuschreiben! Prinzipiell hat der Zwerg viele Möglichkeiten, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen um damit aktiv mit seiner Umwelt in Kontakt zu treten. Im Laufe der Zeit werden sich jedoch nur die Aktionen durchsetzten, mit denen aus Sicht des Babys die besten Ergebnisse erzielt wurden…
Daher rate ich Ihnen ganz dringend, schon hier deutlich zwischen den erwünschten und weniger erwünschten Signalen zu unterscheiden und dann auch entsprechend hierauf zu reagieren.

Mit folgenden Signalen versucht Ihr Zwerg mit seiner Umwelt in Kontakt zu treten:

  • Blickkontakt - das Baby schaut Sie aufmerksam an und verfolgt ggf. Ihrer Tätigkeit weit geöffnete Augen - der Blick ist mit einem staunenden Gesichtsausdruck zu vergleichen aktive Mimik - das Gesicht wirkt lebhaft, interessiert und neugierig der Kopf und mit ihm die Augen drehen sich zu Ihnen Arme und Beine sind lebhaft, nicht hektisch und vermitteln aufgeregtes Interesse ebenso aber auch plötzliches Innehalten und erwartungsvolles Abwarten das Baby lächelt Sie an.

  • die ersten Sprechversuche - glucksen, brabbeln, quietschen jauchzen
All dies sind Signale mit denen Ihr Baby Ihnen eindeutig mitteilt, dass es nun aufnahmefähig ist. Jetzt ist ein toller Zeitpunkt, um zu spielen, zu kuscheln,
zu füttern oder auch ausgiebig zu baden!

Ganz anders,
wenn Ihr Zwerg von all dem nichts mehr wissen will

und Ihnen durch Mimik und/oder Gestik begreiflich machen will, dass es nun reicht. Folgende Signale sollten Sie respektieren und entsprechend drauf reagieren:

  • Kopf und Körper werden weg gedreht der Blickkontakt wird abgebrochen das Baby schließt die Augen Sorgenfalten sind auf der Stirn zu finden der Zwerg beginnt zu gähnen.

  • der Gesichtsausdruck wird matt und teilnahmslos.
Jetzt sollten Sie Ihrem Baby Ruhe und Erholung gönnen.
Es braucht jetzt Zeit, um all die Eindrücke und Erfahrungen zu sortieren, einzuordnen und zu verarbeiten. Gönnen Sie ihm eine Auszeit, in der es sich entspannen und wieder neue Energie tanken kann.

Wenn Sie auf seine "Stopp-Signale" nicht unmittelbar reagieren (können), so wird Ihr Baby recht schnell aus dieser diskreten und eher leisen Form der Kommunikation eine lautstarke und gellende Auseinandersetzung machen. Stufe 2 kann dann so aussehen:

  • Strampeln und Treten Überstrecken des Körpers Husten und Würgen
  • Schreien!!!
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Leider - oder vielleicht doch eher glücklicherweise - reagieren und verhalten sich nicht alle Babys gleich. Es sind eben schon kleine Individuen mit all ihren persönlichen Vorlieben und Abneigungen. Sie als Eltern werden im Laufe der Zeit herausbekommen, was Ihr Zwerg nun letztendlich wirklich von Ihnen will.

Sie werden merken, dass kein Ratgeber der Welt und auch kein geschriebenes Wort über die endgültige Interpretation des Verhaltens Ihres Babys Auskunft geben kann.

Vertrauen Sie Ihrem Gefühl, denn Sie als Mutter und Vater sind die wahren Experten!!!
Viel Erfolg!

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