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Ihre Stillfragen

Stillprobleme?

 
Wenn Probleme beim Stillen auftauchen, sollten Sie diese früh genug klären, um dem Kind und sich eine angenehme Stillzeit zu gewähren. Hier finden Sie einige Fragen von Leserinnen und deren Antworten von unserer Stillberaterin.

1.Stillfrage:
Vor 12 Wochen kam unser zweites Kind zur Welt. Nachdem wir die Klinik verlassen hatten, hat er sich einen Trinkrhytmus von 2 Uhr angewöhnt. Ich habe versucht, die Zeit etwas zu verlängern und irgendwann klappte es von selbst, dass er alle 3 Stunden etwas trinken wollte (tagsüber) und nachts sogar einige Male 3-5 Stunden nacheinander durchschlief. Nun aber ist der Zyklus durcheinander geraten. Er schläft anfangs ca.5 Stunden, dafür weckt er mich dann alle 1-5 Stunden bis morgens 5 oder 6 Uhr und mittags brüllt und nuckelt fast beide Brüste leer, dass ich ihn aus Verzweiflung zur HA-Nahrung greife und er nimmt mir 20-50 ml ab und ist danach auch zufrieden?

Antwort:
Wahrscheinlich hat Ihr kleiner Sohn einen typischen Wachstumsschub. Füttern Sie keine HA-Nahrung, sondern legen Sie ihn häufiger an, wie er sich meldet. Ihre Brust braucht ca. 48 Stunden, um sich auf den erhöhten Bedarf umzustellen. Wenn Sie in dieser Zeit allerdings dazu füttern, Tee oder den Nuckel geben.Gelingt das "Marktgesetz" von Angebot und Nachfrage nicht, und dieser Zustand zieht sich hin und nervt alle.
Vermutlich hat er Tag und Nacht vertauscht. Sie sollten ihn für die nächsten zwei bis drei Tage tagsüber so häufig anlegen, wie er will, dann müsste sich alles normalisieren.
2. Stillfrage:
Ich möchte gern abstillen, da meine Milch meinen Sohn nicht mehr sättigt und er schon 3 Breimahlzeiten ißt. Er will aber nicht aus der Flasche trinken! Was kann ich tun, damit ich nachts nicht mehr bis zu 6mal stillen muss?
Antwort:
Nach einer Stillzeit von 6 Monaten braucht Ihr Sohn auch nicht mehr aus einer Flasche trinken zu lernen, versuchen Sie es doch mal mit einer kleinen Lerntasse oder einem Becherchen. Sie haben auch schon mit Erfolg Beikost eingeführt und wenn nun für Sie Zeit ist abzustillen, dann sollten Sie es auch tun. Wenn Sie strikt abstillen, sollten Sie ihm auch nachts nicht mehr stillen. Vielleicht kann Ihr Partner sich dann für einige Nächte um Ihren Sohn kümmern? Zum Beispiel ihn mit zu sich ins Bett nehmen oder dass Sie in einem anderen Raum für die Zeit schlafen, damit Ihr Sohn nicht die Muttermilch riecht.
3. Stillfrage:
Meine Tochter ist 7 Wochen alt und fängt neuerdings beim Stillen an zu weinen, bzw. lässt sich nur unter Geschrei anlegen. Die Kinderärztin stellte am Po einen Hefepilz fest, den ich schon seit einer Woche behandele. Außerdem behandeln wir auch Mundsoor mit einem Gel, obwohl im Mund eigentlich nichts zu sehen war. Auch meine Brustwarze schmiere ich damit ein, obwohl ich eigentlich keine Veränderungen dort verspürt habe. Doch das Geschreie beim Stillen geht weiter. Was könnte es sonst noch bedeuten? Bisher ging das Stillen gut, auch nachts verläuft es ohne Probleme. Aber tagsüber ist es schwierig geworden.
Antwort:
Versuchen Sie es mit einer anderen Stillposition! Legen Sie sich auf Ihren Rücken und Ihre Tocher auf Ihren Bauch. Stützen Sie ihr Köpfchen mit Ihrer Hand und lassen Sie bei sich trinken. Das hat den Vorteil, dass die Muttermilch nicht so stark spritzen in den Mund Ihrer Tochter kommt. Sie muß nun gegen die Schwerkraft trinken. Sie machen es richtig, indem Sie den Mund Ihrer Tochter als auch Ihre Brust vorsorglich gegen Soor behandeln (sicherlich in Absprache mit Ihrem Arzt).
4. Stillfrage:
Unser Sohn 3 Wochen alt hatte von Anfang an keine Probleme beim Stillen. Er ist mein drittes Kind. Bei meinem Sohn fällt mir jetzt auf, dass wenn die Brust sehr prall ist (nach der Nacht), er in ordentlichen Zügen trinkt und dabei gleichzeitig atmet. Evtl. verschluckt er sich und muss dann mal nach Atem ringen. Ist die Brust normal - also untertags - trinkt er ein paar Züge und muss dann etliche Male schnaufen. Dann trinkt er wieder usw. Muss er sich da mehr anstrengen, weil er immer wieder Atempausen machen muß? Das macht mir Sorgen. Im Fragebogen für den plötzl. Kindstod, den man im Krankenhaus mitbekommt, wird nach Auffälligkeiten beim Trinken - also verschlucken, Atemlosigkeit gefragt. Ist sein Trinkverhalten normal oder auffällig? Er nimmt gut zu, hat Pauspacken und meldet sich alle 3 - 4 Stunden zum Trinken.
Antwort:
Wahrscheinlich haben Sie einen überaktiven Milchspendereflex, denn Ihr Sohn so schreiben Sie, nimmt gut zu wird aber beim Stillen immer wieder gestört. Sie werden ihn nachts wahrscheinlich im Liegen stillen und da kann u.U. die zu rasch herauskommende Milch im unteren Mundwinkel wieder ablaufen. Sie können versuchen, etwas den Rand des Brustwarzenhofes (ca. 2 - 2 1/2 cm hinter dem Brustwarzenansatz) zwischen Zeigefinger und Daumen zusammenzudrücken. Meist spritzt dann die Milch wie aus kleinen Fontänen heraus und das Kind hat es schwer, korrekt zu trinken.
Wenn dies der Fall ist, dann sollten Sie bitte verschiedene Stillpositionen ausprobieren, um festzustellen, welche für Sie am geeignetesten ist, um dem starken Milchspendereflex entgegenzuwirken. Einige Mütter kommen gut damit zurecht, wenn sie ihr Baby "bergauf" stillen. Dabei liegt der Kopf Ihres Sohnes und sein Hals höher als Ihre Brustwarze. Wenn Sie dies in der Wiegehaltung praktzieren, legen Sie Ihren Sohn am besten auf 2 Kissen in ihren Schoß und lehnen sich in einem Sessel oder Schaukelstuhl zurück. Sie können sich auch auf den Rücken legen und Ihren Sohn auf Ihren Bauch, damit er bei Ihnen trinkt. Das Köpfchen können Sie mit einer Hand an seiner Stirn stützen.
Sie können aber auch, so wie Sie es nachts wahrscheinlich tun, in der Seitenlage stillen, damit die zu schnell fließende Milch wieder leichter aus dem Mund fließen kann. Wenn sich nach einiger Zeit die Milchbildung eingespielt hat, können Sie auch pro Mahlzeit nur eine Brust anbieten. Es ist auch empfehlenswert Ihren Sohn öfter anzulegen, statt die Mahlzeiten herauszuzögern, denn dadurch verringert sich die Menge der in der Brust vorhandenen Milch und Ihr Sohn kommt besser damit klar. Es kann auch sehr hilfreich sein, dass Sie Ihren Sohn stillen, wenn gerade wach geworden ist. In diesem entspannten Zustand saugt er vielleicht nicht ganz so intensiv und hastig. Er verlangsamt dadurch den Milchfluß und er schluckt wahrscheinlich weniger Luft. Es kann auch hilfreich sein, wenn er öfter ein Bäuerchen macht. Beim Stillen gibt es oft mehrer Lösungsmöglichkeiten, die Mutter und Kind miteinander versuchen sollten.
5. Stillfrage:
Meine kleine Tochter wird morgen 5 Monate alt. Ich habe sie bis jetzt erfolgreich voll gestillt, und es auch geniessen können. Nun hat sie aber offenbar mehr Hunger und verlangt alle 2-3 Stunden nach der Brust, auch nachts. Sie schlief mit 2-4 Monaten manchmal die ganze Nacht durch, und schafft mich nun aber umso mehr, obwohl ich sie in unserem Bett schlafen lasse. Nun bekomme ich das Gefühl, dass Stillen nach Bedarf vielleicht doch nicht richtig war. Es kann nicht daran liegen, dass ich nicht genug Milch für sie habe. Sie nimmt nach wie vor meist nur 1 Seite, also wäre noch mehr Milch vorhanden. Offenbar mag sie keine grossen Mengen auf einmal.Vor 5 Tagen habe ich angefangen, sie an Brei zu gewöhnen, und gebe ihr pürierte Karotten am Abend. Ich möchte lieber keine künstliche Milch geben. Was kann ich sonst noch tun?
Antwort:
Auf jeden Fall haben Sie mit dem Stillen alles genau richtig gemacht! Ihre Tochter hat nun allerdings nochmals einen Wachstumsschub und verlangt deshalb nach mehr Muttermilch. Überfordern Sie sie nicht mit der Beikost, sondern führen Sie sie nach und nach ein. Sie können ausgestrichene Muttermilch unter die Beikost rühren, damit Ihre Tochter einen vertrauten Geschmack wieder erkennt. Führen Sie die Beikost bitte noch Löffelchen für Löffelchen ein, damit sich der ganze Organismus daran gewöhnen kann. Stillen Sie ansonsten weiter nach Bedarf. Das Stillen ist aber nicht Schuld, an dem nun nächtlichen Wachwerden. Sie erlebt nun viel mehr als sonst und verarbeitet es ebenfalls in der Nacht und möchte Rückhalt und Sicherheit bei Ihnen haben.
6. Stillfrage:
Meine Tochter ist jetzt 11 Wochen alt. Bisher hat es mit dem Stillen recht gut geklappt. Sie trinkt immer nur 5-7 Minuten an einer Brust, nimmt aber regelmäßig an Gewicht zu. Nun ist es seit ein paar Tagen so, daß sie immer vor dem Stillen so heftig schreit, das man sie sehr schwer beruhigen kann und sie dann vor Erschöpfung einschläft. Dass zehrt sehr an meinen Nerven- vor allem nachts. Wenn sie sich dann beruhigt hat, trinkt sie. Was kann ich gegen dieses Schreien tun, oder was mache ich falsch?
Antwort:
Stillen Sie bitte Ihre Tochter rücklings. Das bedeutet, dass Sie als Mutter auf dem Rücken liegen und die Kleine auf Ihrem Bauch. Stützen Sie leicht ihr Köpfchen mit einer Hand ab, aber bitte ohne zu verkrampfen. Auf diese Art und Weise trinkt sie die Muttermilch gegen die Schwerkraft ab und die Milch kommt nicht ganz so schnell in Ihren Magen. Das ist vermutlich die Ursache. Sie machen auf keinen Fall etwas falsch.
7. Stillfrage:
Mein Sohn (7 Monate) verweigert die Flasche. Da er jedoch nur an der Brust einschläft, weiß ich nicht, wie und ob ich bald abstillen soll oder kann. Er bekommt morgens die Brust, mittags einen Gemüsebrei und dazu etwas Wasser in einem Trinklernbecher (danach oft die Brust, damit er schläft). Nachmittags die Brust abends einen Milchbrei und danach, zum Einschlafen, wieder die Brust in der Nacht wacht er 1-2 mal auf und bekommt die Brust. Was kann ich tun?
Antwort:
Für mein Verständnis verhält sich Ihr Sohn wie jedes andere Stillkind in seinem Alter. Da Sie Mahlzeiten bereits eingeführt haben und weiterhin stillen, ist es soweit die optimale Ernährung für Ihren Sohn mit 7 Monaten. Sie sollten überlegen, ob Sie ihm auch weiterhin die Sicherheit, die er durchs Stillen erfährt, geben möchten, denn er ist jetzt im Krabbelalter und erlebt seinen Tag schon viel intensiver, Sie geben ihm dann den nötigen Rückhalt und davon möchte er noch nicht lassen.
8. Stillfrage:
Wie kann ich Milchbildung fördern? Wie lange kann ich stillen ohne zuzufüttern? Wie merke ich das mein Kind satt ist, weil die Kleine immer beim Stillen einschläft?
Antwort:
Ihre Milchbildung können Sie fördern, indem Sie Ihr Baby öfter anlegen. Wenn Ihr Baby bei Ihnen trinkt, werden zwei Hormone, von Ihrer Hirnanhangdrüse ausgeschüttet (das Prolaktin und das Oxytoxin). Das Prolaktin ist verantwortlich für die Milchbildung. Je häufiger Ihr Baby bei Ihnen trinkt, desto mehr Prolaktin wird in Ihrem Körper gebildet und desto mehr Muttermilch wird in Ihren Brüsten produziert.
Das 2. Hormon, Oxytozin, löst den Milchspendereflex aus. Die Milchbildung richtet sich nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Zu Beginn der Stillzeit ist der weibliche Körper noch nicht genau auf die Milchmenge des Babys eingestellt. Wird aber häufig angelegt, dann wird genügend Milch produziert. Das bedeutet etwa mindestes acht- bis zwölfmal stillen innerhalb von 24 Stunden. Wenn Sie Ihr Baby häufiger und kürzer Anlegen (mindestens zwanzig bis dreißig Minuten lang) führt dies zu einem besseren Aufbau und Aufrechterhalten Ihrer Milchproduktion als selteneres, aber längeres Anlegen.
Die allgemeine Empfehlung einem Baby ausschliesslich Muttermilch zu geben nennt eine Stilldauer von 6 Monaten. Ist ein Baby allergiegefährdet ist meine positive Erfahrung es 8 Monate vollzustillen und danach langsam die Beikost einzuführen.
Ein Hinweis dafür bekommen Sie, dass Ihre Tochter genügend Muttermilch erhält ist, indem Sie ihre nassen Windeln und die Stuhlwindeln innerhalb von 24 Stunden zählen. Mindestens sechs bis acht nassen Stoffwindeln oder fünf bis sechs Wegwerfwindeln und zwei bis fünf Darmentleerungen in diesem Zeitraum sind Anzeichen dafür, das sie genügend Muttermilch erhält. Wenn Ihr Tochter dann älter als sechs Wochen ist, sind seltenere Darmentleerungen normal.
9. Stillfrage:
Meine Tochter ist jetzt genau 1 Woche alt, und hat das mit dem Stillen eingentlich recht gut im Griff, ausser, dass sie immer nur 5 Minuten durchhält und dann so feste einschläft, dass sie nur selten nochmal soweit zu wecken ist, um noch mehr zu trinken. Natürlich hat sie dann schon sehr bald wieder Hunger ( 1 1/2 bis hoechsten 2 Stunden spaeter). Mein eigentliches Problem ist nun, dass ich jetzt verunsichert bin, an welcher Seite ich sie nach dieser kurzen Zeit trinken lassen soll. Ich habe gehört, dass nach dem Anlegen erstmal eher dünne Milch kommt ( für den Durst) und das "Dicke" gegen den Hunger kommt später. Soll sie nun da weiter drinken, wo sie aufgehört hat, oder soll ich die andere Seite nehmen, die in der Zwischenzeit so prall und voll ist, dass sie schon weh tut, wenn man sie nur scharf ankuckt ??
Antwort:
Da Ihr Baby noch sehr klein ist, sollten Sie durchaus noch einmal die selbe Brust anbieten, denn so wie Sie selbst richtig schreiben, die erste Milch die hier getrunken wird durstlöschend ist und die nachfolgende Milch sättigend und Kalorienreich.Vorallem da Vicky nur ganz kurz bei Ihnen trinkt, möchte ich es Ihnen so empfehlen. Damit die andere Brustseite entspannt wird, können sie während Ihre Tochter an der einen Seite trinkt, einen warmen Waschlappen auf die andere Seite legen und dort die Milch laufen lassen. Eine Stoffwindel oder ähnliches können Sie zum Auffangen drunter legen. Inzwischen wird Ihre Tochter auch noch öfter bei Ihnen trinken wollen, denn sie wird ihren ersten Wachstumsschub haben. Immer wieder anlegen, dann bilden Sie genügend Muttermilch. Wenn Ihre Tochter so etwa 3 Monate und älter ist, können Sie ruhig die andere Seite geben und danach auch ruhig wieder die erste Seite. Im Laufe der Stillzeit achtet man gar nicht mehr so auf die "richtige" Seite, da sich die Milchmenge für das Baby eingespielt hat.
10.Stillfrage:
Mein Kleiner ist fast 4 Monate alt. Ich stille voll. Mit ca. 6 Wochen hat er nachts schon 7-8 Std. ausgehalten, bis er wieder gekommen ist. Jetzt verlangt er nachts nach 5-6 Std. wieder nach der Brust. Kann ich damit rechnen, dass er bald eine Mahlzeit nachts ausläßt und nur noch in der Früh zu stillen ist?
Antwort:
Das Trinkverhalten eines Kindes ändert sich immer mal wieder von Zeit zu Zeit. Insofern ist es normal, wie sich Ihr Sohn verhält. Es ist zeitlich nicht genau zu sagen, wann er nachts nicht mehr gestillt werden möchte.

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