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Ihre Stillfragen

Probleme der Mutter

Hier werden folgende Themen behandelt:
- Chemikalien in der Stillzeit
- Soor, Brustwarzen, Mundsoor
- mein Baby trinkt zu viel und zu oft

Frage:
Darf ich mir während der Stillzeit Dauerwelle und Strähnchen in die Haare machen lassen? Habe gehört, dies sei nicht gut für das Kind. Bitte antworten Sie mir schnell, bin sehr unglücklich mit meinen Haaren!!!

Antwort:
Ja, Sie können zum Friseur und sich eine Dauerwelle machen lassen. Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass Dauerwellenflüssigkeit eine negative Auswirkung auf ein Stillkind hat. Wichtig ist, dass Ihr Kopfhaut gesund und unverletzt ist, dadurch werden weniger Inhaltsstoffe durch Ihre Haut absorbiert. Selbst bei üblichen Haarpflegemittel nimmt jeder von uns über die Haut Inhaltsstoffe auf. Färben - speziell wenn dunkle Farben verwendet werden - ist dagegen kritisch zu sehen, weil eine rote Farbe sich im Tierversuch als krebserregend gezeigt hat. Chemische Haarfärbemittel enthalten die verschiedensten Farb- und Hilfsstoffe, die nicht alle notwendigerweise ungefährlich sind. Die menschliche Haut ist für viele Stoffe durchlässig, vor allem für fettlösliche. Von daher ist es möglich, einen Teil dieser Stoffe in der Milch wiederzufinden. Vielleicht können Sie sich mit Ihrem Friseur beraten, ob Henna für die Strähnchen eine Möglichkeit ist. Wenn Sie aber allzu unglücklich mit Ihren Haaren sind, ist es besser, daß Sie sich die Haare färben und weiterstillen, als daß Sie abstillen, um sich Ihre Haare zu färben. Wichtiger als eine einmalige Anwendung eines Färbemittels für Strähnchen ist unser täglicher Umgang mit chemischen Stoffen. So enthalten zum Beispiel die meisten parfümierten Waschmittel und Kosmetika synthetische Duftstoffe, die durch unsere Haut gehen. Wenn Sie solche Mittel verwenden, nimmt Ihr Kind sie aus seiner Kleidung auf und in winzigen Mengen auch aus Ihrer Muttermilch. Da lohnt es sich, darauf zu achten. Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen viel Freude mit Ihrer neuen Frisur!
Ihre Elke Vogt
Frage:
Ich habe seit ca. 2 Tagen Soor auf den Brustwarzen,ich gebe nach dem Stillen Daktarin orales Gel darauf, auch meine 10Wochen alte Tochter bekommt etwas auf den Schnuller. Es wird aber nicht besser,ich habe starke stechende Schmerzen beim Anlegen und während der ganzen Stillmahlzeit. Was kann ich tun das es besser wird?
Antwort:
Soor wird durch Candida-Pilze hervorgerufen, die aber auch in der gesunden Mundschleimhaut vorkommen. Der Erreger heißt genau Candida albicans. Er besiedelt die menschliche Schleimhaut und vermehrt sich bei einer Abwehrschwäche oder hormonellen Veränderung und führt dann zu entzündungsähnlichen Erscheinungen Erst durch eine Schwäche des Organismus oder wenn man mit Antibiotika behandelt wird, können sie zu Krankheitssymptomen führen. Daktarin orales Gel ist in Deutschland unter dem Handelsnamen Daktargel bekannt und wird hier nicht für die Mutter verwendet.
Vielleicht ist die Zusammensetzung in Österreich eine andere. Das wird aber Ihr behandelnder Arzt natürlich besser wissen und es Ihnen bei Verträglichkeit für Sie als Mutter auch verschrieben haben. In Deutschland wird oft Nystatin verordnet und zwar für Mutter und Kind gemeinsam, damit eben der gefürchtete Pingpong-Effekt nicht wieder eintritt. Das würde ansonsten bedeuten, dass Sie und Ihr Kind sich gegenseitig immer wieder aufs neue anstecken. Grundsätzlich wird das Antimykotikum nach dem Stillen aufgetragen. Wichtig ist, dass Ihre Brustwarzen trocken bleiben und setzen Sie sich möglichst Licht, Luft und Sonne aus, vielleicht geht es trotz des schlechten Wetters. Vermutlich benutzen Sie keine Stilleinlagen mehr, ansonsten müßten Sie sofort neue verwenden und die alten gut entsorgen. Während der Sooransteckungsgefahr sind Einmalstilleinlagen zu verwenden. Empfehlenswert ist es grundsätzlich keinen Schnuller zu geben, die Ansteckung darüber ist einfach zu groß. Auch wenn Sie das Gel dort auftragen.
Wenn es ohne Schnuller nicht geht, dann kochen Sie täglich 20 Minuten aus. Kontrollieren Sie bitte auch, ob vielleicht eine Pilzinfektion am Po Ihrer Tochter besteht, denn über das Wickeln können Sie sich auch anstecken und Ihre Tochter über die Händchen ebenfalls wieder im Mundbereich. Stillen Sie auf jeden Fall weiter, dafür aber häufiger und kürzer, bei Ihren Schmerzen. Bei Soor keine Muttermilch auf der Brustwarze antrocknen lassen. Nach dem Stillen solltesn Sie Ihre Brustwarzen mit einem sterilen Tuch mit warmen abgekochten Wasser waschen. Wichtig ist auch, dass Sie korrekt anlegst und auch hin und wieder die Stillpositionen wechseln. Sauberkeit ist bei Soor absolute oberste Priorität!!! Ich wünsche Ihnen von Herzen gute Besserung, Elke Vogt
Frage:
Mein Sohn Max ist nun 6 1/2 Monate alt und will immer noch nur Muttermilch, ab und zu ißt er gerne ein paar Stücke Brot, aber auf Breie oder Gläschen hat er keine Lust. Er ist für sein Alter sehr groß - liegt lt. Arzt an der oberen Grenze. Ich bin zwar einerseits stolz, daß ich ihn so gut ernähren kann, allerdings auch ziemlich geschafft, da er in der Nacht immer noch 2x gestillt werden will, z.B. heute 1/2 2 Uhr und 1/2 6 Uhr, abends habe ich ihn das letzte Mal um 9 Uhr gestillt, wobei er eingeschlafen ist aber noch lange weitergenuckelt hat. Auch Fläschchen verweigert er, Wasser trinkt er aus einem Schnabelheferl recht gut, Schnuller mag er auch nicht. Haben Sie einen Rat für mich, daß ich wieder ein bißchen mehr schlafen kann? Mit lieben Grüßen.
Antwort:
Zurecht sind Sie sehr stolz auf Ihre Leistung! Dass Sie bei einem kleinem Kind auch ein großes Schlafbedürfnis haben, kann ich auch gut verstehen. Nutzen Sie jede Minute, die Max schläft, um selbst auch zu schlafen. Wenn er nachtst gestillt wird, können Sie doch dabei auch weiterschlafen, oder nicht? Da das Stillen körperlich anstrengend ist, ist es für Sie auch wichtig, dass Sie sich ausgewogen ernähren, um darüber die weitergegebene Energie über die Muttermilch selbst wieder zu bekommen. In Deutschland wird auch empfohlen, dass stillende Mütter kurmäßig "Floradix-Kräuterblutsaft" einnehmen. Das Produkt ist in Apotheken, Reformhäuser u.ä. zu kaufen. Es wird von der Firma Duopharm GmbH in D-83043 Bad Aibling hergestellt. Unter welchem Handelsnamen es bei Ihnen in Österreich erhältlich ist, weiß ich nicht. Es ist ein pflanzliches Spezialtonikum mit organisch gebundenem Eisen, B-Vitaminen und Vitamin C, Fruchtsäften und Arzneikräutern. Falls Sie unsicher sind, ob Sie ein Eisenprodukt vertragen, fragen Sie bitte Ihren Arzt um Rat. Ich hoffe, das ich Ihnen ein wenig helfen kann. Herzlich, Elke Vogt

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