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Stillberatung

Stillen und Alltag


Ihr Baby ist da und Sie stillen es! Sie freuen sich daran, wie zufrieden es ist, wenn es trinkt. Und wenn Sie das Gefühl haben, es ist einfach alles zu viel für Sie: auch das ist völlig normal. Schließlich verändert Ihr Baby Ihren kompletten Tages- und Nachtablauf.

In Europa leben wir heute in den sogenannten Kleinfamilien und somit ohne stüztende Hilfe durch die eigenen Eltern und Schwiegereltern. Da seit den 50 er Jahren das Symbol für die Babyernährung die Flasche ist, wird von Ihnen als Mutter auch erwartet, dass Sie gleich nach der Geburt wieder fit sind, sich um Ihren Haushalt mit Elan kümmern, weitere Geschwisterkinder versorgen und natürlich auch gebührend den Besuch bewirten, der das neue Baby besuchen kommt.

In vielen Kulturen auf der Welt wird eine stillende Mutter für einen beachtlichen Zeitraum, der von 6 Wochen bis zu 2 Jahren dauern kann, von vielen Pflichten entbunden. Die Mutter wird sogar mitversorgt. Das gab es auch einmal bei uns.

Die heutige Realität ist aber so, dass Sie als junge Mutter kaum eine Möglichkeit haben, die auch vom Sprachgebrauch als Wochenbett bezeichnete Zeit, auszunutzen und sich besonders zu schonen. Oft wird erwartet, dass Sie schon nach einer Woche wieder wie vor der Geburt Ihres Kindes voll leistungsfähig sind. Das ist sehr bedauerlich, denn in dieser Zeit treten wiederholt Wachstumsschübe bei Ihrem Baby auf, die durch häufiges Anlegen an der Brust, die benötigte Milchmenge wieder steigern. Das ist für Sie als Mutter sehr anstrengend. Wenn in dieser Zeit von außen eine hohe Erwartungshaltung an Sie herangetragen wird, was Sie alles zu tun haben, schaffen Sie es nicht, diesen Stillmarathon einzulegen. Grundsätzlich ist die erforderliche Milchmenge während dieser Zeit innerhalb von 1 bis 2 Tagen wieder gesteigert. Stillprobleme sind dann vorprogrammiert. Deshalb seien Sie egoistisch in dieser Zeit und schonen Sie sich. Legen Sie sich mit Ihrem Baby ins Bett, stillen Sie und schlafen zusammen mit ihm ein. Denn leider nehmen immer noch eine ganze Reihe von Müttern diese Stillhürde nicht und greifen in diesen Zeit aus Hilflosigkeit zur Babyflasche.

Nach den Wachsstumsschüben haben Sie immer noch Zeit, sich dem Alltag zu nähern. Sollten Sie dann aber immer noch das Gefühl haben, dass Ihr Baby zu oft gestillt werden möchte, überprüfen Sie bitte, ob es richtig angelegt wird und ob Ihre Stillhaltung korrekt ist. Im Zweifelsfall fragen Sie bitte eine Stillberaterin oder Ihre Hebamme. Oft sucht Ihr Baby während des Stillens auch besonders den Körperkontakt zu Ihnen. Die meisten Babys brauchen fast rund um die Uhr Ihre Anwesenheit oder die einer Vertrauensperson.

Leider schlafen Babys auch zu anderen Zeiten als Sie als Erwachsene. Ein fester Schlaf- und Stillrhythmus ist in den ersten Wochen und Monaten nicht so leicht zu erwarten und zu erkennen. Deshalb ist es wichtig für Sie, dass Sie die Hausarbeit so weit wie möglich delegieren. Schliesslich wollen Sie zurecht das Stillen und Ihren Alltag mit einander vereinbaren.

Elke Vogt

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