Schon leichtes Schütteln kann Babys töten

Schütteln beim Baby
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Babys schütteln

Manche Babys schreien sehr viel, was zweifelsohne stark an den Nerven zehren kann. Doch es lässt sich in den ersten Wochen und Monaten oftmals nicht vermeiden, denn es gehört zu den wichtigsten Ausdrucksmitteln der Babys. Wie oft, ausdauernd und laut sie schreien, ist von Kind zu Kind allerdings sehr verschieden. Doch auch, wenn das Baby scheinbar nicht zu beruhigen ist, sollten Sie nicht die Nerven verlieren. Schon leichtes Schütteln kann zu Behinderungen oder sogar zum Tod führen.

Babys zu schütteln, ist lebensgefährlich

Dass man die Nerven schnell einmal verlieren kann, wenn das Kind nur noch schreit und sich nicht beruhigen lässt, können sich die meisten wahrscheinlich vorstellen. Doch dies darf nicht so weit gehen, dass das Baby geschüttelt wird. Es soll ein Versuch sein, das Kind zu beruhigen. Dabei wird das Schreien des Kindes meist nur noch verstärkt. Nur wenige Sekunden leichtes Schütteln sind lebensgefährlich, denn es kann zu schwerwiegenden Schäden beim Kind führen, sowohl körperlich als auch geistig. Der Grund hierfür ist die noch viel zu schwache Muskulatur des Babys. Das Schütteln eines Babys gilt als Kindesmisshandlung. Es ist ein Straftatbestand.

Die Folgen des Schüttelns können tödlich sein

Es kann durch das Schütteln zum Schütteltrauma kommen. Für rund 200 Säuglinge endet dies jedes Jahr allein in Deutschland tödlich. Einige überleben es, tragen aber geistige oder körperliche Behinderungen wie Entwicklungsstörungen, Aufmerksamkeits- und Lernschwächen, Seh-, Hör- und Sprachausfälle oder Krampfleiden davon. Die Muskulatur der Babys kann den Kopf noch nicht halten. Er wird durch das Hin- und Herschütteln ungeschützt nach vorn und hinten geschleudert. Durch die ruckartigen Bewegungen können Gefäße im Gehirn reißen. Dadurch entstehen Blutungen, die das Gehirn auf Dauer schädigen können.

Richtiges Verhalten bei Überforderung

Wenn das Schreien des Babys unkontrollierbare Aggressionen auslöst, sollte es an einen sicheren
Ort, beispielsweise in das Gitterbett, gebracht und der Raum verlassen werden. Dann heißt es: Tief
Luft holen, durchatmen, sich ablenken und abreagieren. Betreten Sie den Raum des Kindes erst wieder, nachdem Sie sich beruhigt haben. Es ist auch keine Schande, einen Familienangehörigen anzurufen, der kurz vorbei kommt, bis sich die Lage entspannt hat.

Fazit

Auch wenn das Baby einfach nicht aufhören möchte zu schreien und Ihre Nerven blank liegen, bitte schütteln Sie Ihr Baby niemals. Bei aller Überforderung und Verzweiflung darf es so weit nicht kommen. Die Affekthandlung, die leider schon vielen Säuglingen das Leben gekostet hat, kann mit einer Kurzschlussreaktion verglichen werden. Rund 20 Prozent der geschüttelten Babys überleben das Schütteltrauma nicht und rund 60 Prozent der überlebenden Säuglinge leiden anschließend unter schweren dauerhaften Hirnschäden. Die Folge sind eine körperliche oder geistige Behinderung.

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